Mittwoch, 25. Dezember 2013

Jack Ketchum - „Evil“

ISBN: 3-453-67502-9

Evil, ich habe mir unter dem Titel nicht das vorgestellt, als was es sich am Ende herausgestellt hat. Das heißt aber nicht, dass es mir nicht gefallen hat. Ganz im Gegenteil. Ich war von dem Buch komplett gebannt, als ich einmal an den Stil des Autors gewöhnt war. Ich habe mit dem Mädchen gelitten und konnte die Ängste von David förmlich greifen. Auf der anderen Seite habe ich auch lang nicht begriffen warum sich die Frau so verändert hat und wo die Handlung hin führt. Es wurde teilweise ein ziemlicher Augenmerk auf ihren Husten gelegt, so dass ich erst einmal total auf der falschen Fährte war.

David lebt ein normales Leben in einer amerikanischen Kleinstadt. Er hat Freunde und versteht sich auch mit der Mutter von seinen drei besten Freunden gut. Er sieht sie fast als eigene Mom an.
Doch das ändert sich, als die Mutter die Pflegschaft von zwei Mädchen bekommt, die ihre Eltern bei einem Autounfall verloren haben. Sie behandelt beide von Anfang an nicht wirklich fair, aber das steigert sich im Laufe der Handlung zu einem ausgewachsenen Hass. Sie traktiert besonders Meg immer heftiger und brutaler. Die Sache eskaliert in dem Moment, als sie ihre Jungs in das Spiel mit involviert. Die machen sich einen Spaß daraus und kennen die Grenzen nicht.
David sieht dem treiben eine Zeit lang mit zu. Er bekommt aber Gewissensbisse. Zu gern würde er Meg helfen, kann es aber nicht. Er kann sich in dieser Sache nicht mal seiner Mutter anvertrauen.
Irgendwann will er Meg doch zur Flucht verhelfen. Doch das geht gründlich schief und endet in einer Katastrophe.

Das Buch hat in mir etwas Sensationsgeiles geweckt. Ich war so gefesselt von der Handlung, dass ich meine Umwelt beim Lesen total ausgeblendet habe. Ich habe jede nur mögliche Minute zum Lesen genutzt, weil ich auf irgendeine Sensation gehofft habe. Die kam ja dann am Ende auch. Allerdings nicht in der Form, wie ich es gern gehabt hätte.
Der Text war leicht verständlich geschrieben. Alles wird aus der Ich-Perspektive erzählt und sehr bildhaft beschrieben. Beschreibungen fügen sich fast nahtlos in die Handlung ein und wirken nicht störend.
Jetzt, so am Ende, muss ich sagen, dass ich es fast schade finde, dass das Buch schon vorbei ist. Es war so ganz anders als meine Lektüre die ich bisher immer so hatte. Würde ich auf jeden Fall mal wieder lesen, oder zumindest noch einmal etwas von diesem Autor...

Eine Leseprobe gibt es natürlich wieder auf meiner Website.


Wir lesen uns!