Samstag, 28. Dezember 2013

Garry Kilworth - „Die Engel“

ISBN: 978-3-641-04930-0

Ich hin so ziemlich ohne jede Vorstellung an dieses Buch heran gegangen. Sicher hatte ich etwas fantastisch angehauchtes erwartet, als ich das Cover gesehen habe, aber dann habe ich eine Verfolgungsjagd in biblischer Form bekommen. Denn wer erwartet schon eine Engel, der von Gott gesandt ist und auf der Erde die Dämonen vernichten soll. Das tut er mit so einer Hingabe, dass San Franzisco bald eine einzige Brandruine ist. Er nimmt in Kauf, dass bei seiner Dämonenvernichtung auch jede Menge normale Menschen zu Tode kommen. Doch diese Besessenheit führt dann dazu, dass er zu einem gefallenen Engel wird. Er ist nun auch eines der Wesen, die er zuvor noch gejagt hat. Das lässt er sich aber nicht gefallen und will sich an den Menschen rächen, die ihn als Brandstifter verfolgt haben. Doch auch diese haben inzwischen herausgefunden, dass er kein Engel mehr ist und seine Waffe, das Feuer, ihn nun auch selbst vernichten kann.
Es kommt zum Showdown in einer Kirche, den die Menschen aber für sich entscheiden können.
An dieser Stelle scheint das Buch zu Ende zu sein. Ist es aber nicht, denn auf der nächsten Seite beginnt der zweite Teil, der sich auch wie der Beginn eines vollkommen neuen Buches liest.Im Prinzip geht jetzt alles von vorne los. Nur diese Mal spielt alles in London, wo ein Erzegel herunter kommt, um eine kirchliche Konferenz zu bewachen. Doch leider kommt mit dem Erzengel auch ein Bewohner der Hölle mit auf die Erde. Er will die Konferenz sprengen, verliert sich aber in seinen Racheplänen an den Polizisten Danny und Dave. Diese verfolgt er und schickt die sieben biblischen Plagen über die Bevölkerung von London...

Insgesamt hat das Buch mehr als 800 Seiten, die ich aber nicht wirklich gemerkt habe. Ich habe gelesen und gelesen und war irgendwie komplett gefesselt von Handlung und Schreibstil. Die Außenwelt habe ich beim Lesen komplett ausgeblendet. Natürlich gab das dann Ärger...

Es handelt sich um Fantasy bei diesem Buch. Das ist mal klar. Es gibt ja nun wirklich mal keine wirklichen Engel hier auf der Erde. Aber die Fantasy ist in diesem Fall irgendwie kirchlich gestützt. Und schon habe ich das alles als nicht mehr ganz so abgehoben empfunden. Is schon irgendwie genial, wie ein Mensch auf so eine Story kommen kann... einfach nur der blanke Wahnsinn.

Bloß gut, dass ich den dicken Schinken als Ebook gelesen habe. Ich denke mal, die Druckausgabe wäre übelst unhandlich und schwer geworden. An dieser Stelle möchte ich mal ein Hoch auf die Technik heutzutage aussprechen.

Eine Leseprobe könnt ihr wieder auf meiner Homepage finden.


Wir lesen uns!