Donnerstag, 2. Mai 2013

Feiertagsspaziergang am Tag der Arbeit

Wir schrieben den 1. Mai 2013 und wir hatten eine kleine Tour geplant, mal wieder. Dazu hatte ich extra die Sonderschicht abgesagt, weil wir die kleine Tour, wie gesagt, schon länger geplant hatten.

Wir sind dann also den "Germanischen Kultpfad" gelaufen. Dieser befindet sich im Hainich und ist vom Parkplatz aus, gerade mal 2 km lang. - Es sollte ja auch etwas enspannter laufen, an diesem Tag.

Der germanische Kultpfad ist extra angelegt. Am Wegesrand ist der Götterkult der alten Germanen, welche hier lebten, nachgebildet. Diesen Nachbildungen wurden Funde aus dem "Opfermoor Niederdorla" zugrunde gelegt. - Auch das Opfermoor selber werden wir noch einmal besuchen - irgendwann.

Hier ist dann also so ziemlich der Anfang des Weges.
Sieht noch rech unspektakulär aus, aber es war da so friedlich!!! Ruhig war es, einzig die Vögel hat man gehört. Und sogar ein Fuchs ist vor uns über den Weg gehuscht.


Auch das ist der Hainich - mitten im Wald plötzlich ein Moorloch.


Hier riskiert der Kommissar einen Blick über den Steg. Er überlegt wohl gerade, ob er ein Schlammbad nehmen soll oder nicht.


Und dann ein Teich oder See, mitten im Wald. Ganz unerwartet standen wir plötzlich davor.
Dieser Teich wurde als Fischzuchteich künstlich angelegt. Allerdings weit weit vor unserer Zeit. Heute darf das Gewässer natürlich nicht mehr befischt werden.


Hier die erste nachgebildete Gottheit. - Ich fand die auch als am spektakulärsten.
Links von dem Holz ist ein Tierschädel auf einem Stab. Rechts daneben hängen zwei Knochen überkreuzt drangeknotet. In der Mitte liegen auch Knochen und Blumen. Das Teil in der Mitte hat was von einem Komposthaufen.....


So gestaltete sich dann also der Weg, durch diese ganzen "Gottheiten". Mal schlammig, mal gut ausgetreten. Aber immer dieser Waldwegcharakter. 
Hier soll links vom Weg übrigens mal eine "Reckenburg" gewesen sein. Natürlich nicht aus Stein, sondern aus Materialien des Waldes. Hier waren "Recken" stationiert, die die Reisenden und Händler auf der Salzstraße vor Wegelagerern schützen sollten.


Das ist jetzt so eine nachgebaute Gottheit, wo ich mir dachte... "hilfe, hatten die damals nen Knall". 
Da wurden Astgabeln oder Aststücke als Gottheit verehrt, ein Stück Wurzel oder einfach nur seltsam geformte Stücke eines Astes.
Nun gut, die Religion von vor über 1000 Jahren eben....


Tadaaaaaaaaaaaaaaaa..... so sieht er aus:
DER MITTELPUNKT DEUTSCHLANDS

Im Anschluss an diese Eindrücke sind wir dann noch etwas Essen gefahren und haben dann einen restlichen Nachmittag auf der Couch verbracht.
So lobe ich mir das Leben. Etwas Aktivität und etwas Ruhe....


Kann das nicht immer so sein?