Montag, 12. November 2018

Ein Pilzdorf


Diese Pilze haben doch tatsächlich etwas von einem kleinen Dorf, dessen Häuser die Pilze sind. Wenn wir noch eine Weile drauf schauen, kommen dann vielleicht auch die Schlümpfe um die Ecke...

Das Bild entstand am 29.09.2014

Sonntag, 11. November 2018

Wochenzusammenfassung 45. Kalenderwoche 2018

Allgemein:

Eine ganz eine normale Nachtschichtwoche, in der es so ziemlich normal gelaufen ist. Bis auf Donnerstag und Freitag.
Am Donnerstag hatte es eine außerordentliche Betriebsratssitzung. Meine Angst in dem Fall war nur, dass ich in der anschließenden, letzten Nacht der Woche, zu nichts zu gebrauchen bin. Aber das habe ich wohl recht geschickt abbiegen können, indem ich mir den Wecker um 14 Uhr gestellt habe und mal ohne zu Lesen versucht habe einzuschlafen. Auf diese Weise ging es dann auch gut. Ich habe die letzte Nacht noch ganz normal runter reißen können und habe auch das Soll recht gut geschafft.

Am Freitag hat sich ja die Reichskristallnacht zum 80. Mal gejährt. In der Nacht vom 9. auf den 10. November wurden Scheiben eingeschlagen, Juden eingesammelt und Synagogen angebrannt. Die Verfolgung in Extrem begann.
Aus diesem Grund hatten sie bei uns, also in der Stadt, ein paar Aktionen laufen, die an dieses Ereignis erinnern sollten. Unter anderem haben Schüler sich als Juden verkleidet und haben die Abholung nachgespielt, in der Straße, die damals "Judengasse" hieß. Heute ist das unsere Einkaufsstraße. 
Dazu gab es große Quader aus Pappmaché, auf denen die Orte der KZ`s aufgedruckt waren, in denen Eisenacher Juden verstorben sind.
Wir waren am Abend in einem Dokumentarfilm, der sich "Wir sind Juden aus Breslau" nennt. - Der Film war nicht schlecht gemacht. Eigentlich sogar sehr interessant, weil man Informationen direkt von den Leuten erzählt bekommen hat, die das auch tatsächlich erlebt haben. - Was ich nicht so toll fand, war die Tatsache, dass ich der Filmemacher so ziemlich aufgespielt hat. Im Vorfeld hat er sich vorne hin gestellt ein bisschen was über die Intensionen erzählt, die ihn diesen Film haben machen lassen. Bis dahin war noch alles in Ordnung. Im Nachgang hat er dann eine Diskussion führen wollen, die mir aber zu sehr in die heutige Zuwanderungssache abgedriftet ist. Es tut mir leid, aber für mich hat das Eine mit dem Anderen mal rein gar nichts zu tun und ich finde es absolut abartig, dass man das eh schon schlimme Schicksal der Juden von damals, heutzutage so zu missbrauchen versucht. Wir haben das Kino lang vor dem Ende dieser so genannten Diskussion verlassen.

Gestern ist dann auch das bestellte Massagegerät angekommen. Der Muggel hat mir das gekauft, weil sein Chef das auch hat und zur Probe mal mitgebracht hat.
Wenn ich dran denke, dass ich das Teil habe und benutzen kann, kann es gut sein, dass die Kopfschmerzen wegen dem Nacken bald der Vergangenheit angehören. - Ich bin mal gespannt.

Gelesen:

Also, gelesen habe ich in dieser Woche nicht sehr viel. So gut wie gar nicht, wenn man es genau betrachtet. Gerade mal bis zu Kapitel 5 von "Frostmädchen" bin ich gekommen. - Ich muss dazu sagen, dass mir das Buch auch echt seltsam vorkommt. Ich bin in Kapitel fünf und es ist so gut wie gar nichts passiert bisher. Der Text besteht aus nichts weiter, als eine Aneinanderreihung von Gefühlen....

Second Life:

Meine Freundin und ich haben das Gartencenter einmal mehr leer geräumt. Wir wollen uns verkleinern, was das angeht.
Was die Pferde angeht, da haben die LE`s von Halloween bisher kläglich versagt. Sie haben noch drei Wochen, dann gehen sie in den Verkauf.
Bei den Rehen habe ich mich um 5 Paare erweitert. Grund dafür sind neue LE`s, die wir je zwei geholt haben. - Bisher haben die aber die aber noch keine Nachkommen gegeben.

Topp der Woche:

Hm.... so einen richtigen Topp kann ich nicht behaupten, gehabt zu haben. Es war halt eine ganz eine normale Woche, wenn man das so beschreiben kann.

Flop der Woche:

Die Tatsache, dass mich mein "Sponsor" in der Investgeschichte absolut nervt. 
Ich wollte doch eventuell ein wenig Geld in eine Coingeschichte investieren. Das Ding ist aber, dass ich nicht einzahlen kann, weil das bei mir nicht funktioniert. Und das will mir dieser Typ nicht glauben. Statt dessen will er kontrollieren, was nicht stimmt. Wahrscheinlich mit Zugriff auf meinen Computer.... Nachtigall ick hör dir Trapsen.

Samstag, 10. November 2018

Die Wartburg


So ein Spaziergang ist doch immer wieder etwas Schönes. Als der Kommissar Kalte Schnauze noch unter uns weilte, haben wir das jeden Sonntag gemacht. Das war lieb gewonnene Routine.
Die Wartburg hat uns da immer mal wieder den Weg gewiesen. Von fast allen Seiten haben wir sie gesehen. Wir und der Kommissar.

Das Bild entstand am 29.09.2014

Freitag, 9. November 2018

Muss Liebe schön sein


Pitti hat sich schnell eingelebt. Die beiden waren ein Herz und eine See. Es war schön, die beiden so zu sehen.

Das Bild entstand am 27.02.2015

Donnerstag, 8. November 2018

Hape Kerkeling - „Der Junge muss an die frische Luft“

Hape Kerkeling
Das Kind muss an die frische Luft
Verlag: Piper
ISBN: 9-783-492-96739-6
Seiten: 227

Eine Kollegin hat mir das Buch ans Herz gelegt. Sie meinte, dass seine Kindheit gar nicht so toll war. Das konnte ich allerdings gar nicht so recht glauben. Deswegen habe ich zugesehen, dass ich an dieses Buch komme und es dann gelesen. - Oh man, es stimmt! Leicht hatte er es in keinem Fall.

Nach dem misslungen Thriller vorher, habe ich das Buch förmlich verschlungen. Kaum zu glauben, dass dieser von Grund auf fröhliche Mensch so etwas durch hat...
Von der Schreibweise her hatte ich ein paar Problem, in das Buch rein zu kommen. Hape Kerkeling schreibt in fast endlosen Schachtelsätzen. Da braucht es schon eine gewissen Portion Aufmerksamkeit, wenn man da alles mitbekommen will. Und dann nutzt er auch das ein oder andere Fremdwort, was mich stellenweise aus dem Konzept gebracht hat. Aber irgendwann war ich dann voll drin und habe die Lektüre voll auskosten können.
Genießen kann man diese Lektüre wohl nicht. Dazu sind die Dinge, die er schreibt, stellenweise der pure Horror. Und dann schreibt er so ehrlich und unverblümt, dass ich die komplette Gefühlspalette mit ihm durchlebt habe. Und leicht war das nicht. Nicht nur einmal bin ich von einem herzhaften Lachen ins Thal der Tränen gestürzt.
Zu einer Biografie gehört meiner Meinung nach eigentlich ein Bildteil. Hier hat der gefehlt. Kann ich bei der Kindheit allerdings auch voll und ganz verstehen. Wer weiß, ob es da überhaupt so viele Bilder gibt...
Statt dessen hatte ich aber ein ehrliches Kopfkino vor meinem geistigen Auge. Ganz schlimm war das bei den Beerdigungszenen. Da konnte ich seine innere Zerrissenheit so richtig spüren.
Ja, hierbei handelt es sich um eine Biografie. Allerdings um eine, die sich nicht steif und stur lesen lässt. Rein theoretisch liese sich aus dem Stück auch ein Roman machen. - Und ich kann diese Zeilen nur jedem ans Herz legen. Hape Kerkeling muss ein unheimlich starker Mensch sein, wenn er nach der Kindheit nicht selber komplett kaputt ist.
Ich ziehe eine Lehre aus diesem Buch. Nämlich die Tatsache, dass man mit Ehrlichkeit einfach immer noch am Weitesten kommt. Und, dass man sich vom Leben nicht fertig machen lassen muss. Einmal von Herzen ausgeweint und dann weiter im Text.
Hape Kerkeling, meine Hochachtung!!!

Ich bewerte das Buch mit den vollen 5 von 5 möglichen Sternen. Es gehört eine Menge dazu, will man so einen Stoff schreiben und keinen schlecht dastehen lassen. Dieser Spagat ist Hape Kerkeling hier gelungen Er schreibt ehrlich und ungestört über die guten und die schlechten Dinge in seiner Kindheit.
Ich kann auch das Buch nur wärmstens ans Herz legen. Man lernt diesen Menschen von einer ganz anderen Seite kennen. Macht euch wirklich mal ein Bild von diesen Buch. Die Leseprobe auf meiner Website wird dabei sicherlich helfen.
Wir lesen uns!

(Auszüge des des Textes sind auf meiner Website und auch auf Lovelybooks von"TanteGhost" zu finden.)