Dienstag, 11. Dezember 2018

Markus Heitz - "Schweigepflicht"

Markus Heitz
Schweigepflicht
Verlag: Dotbooks GmbH
ISBN: 9-783-958-24457-3
Seiten: 64

Ein mit Blut bespritzes Cover mit Knöpfen, die ganz eindeutig was mit einem Fahrstuhl zu tun haben. Mehr war da nicht zu sehen, neben den üblichen Angaben, die ein Buchcover so hat. Aber der Titel soll von Markus Heitz gewesen sein und ich hatte so richtig Bock mal wieder was von diesem Mann zu lesen. Aus diesem Grund kam das Buch dann auch auf meinen SuB und nun war es dann auch endlich mal an der Reihe.

Ach Gott, und ich dachte echt, ich habe hier mal wieder ein nettes Buch von Markus Heitz. Nachdem ich es aber in etwa einer Stunde gelesen hatte, war es dann wohl doch nur eine Kurzgeschichte. Aber mir hat man das eben als Buch verkauft.
Fest steht aber mal, dass das mal eine komplett abgedrehte Story war. Ein Fahrstuhl des Grauens ist ja jetzt nicht wirklich neu, was die Protagonisten in dieser Geschichte hier aber durch machen müssen, ist mal wirklich neu. Ich war jedenfalls komplett gefesselt, hatte blutige und spladderige Bilder vor meinem geistigen Auge und konnte nicht begreifen, wo ein einzelner Mann so etwas her nimmt.
Alles war einfach und bildhaft beschrieben. Genau so, wie man es von Markus Heitz gewohnt ist, war es nicht zu viel und nicht zu wenig Erklärung. Die Handlung lief immer schön gleichmäßig weiter und ich hatte ein farbenprächtiges Kopfkino vor Augen.
Auch was die Gefühle angeht, hat Markus Heitz hier ein besonderes Geschick bewiesen. Ich habe die Angst der Protagonisen gespürt und ich habe geglaubt zu verstehen, wie ratlos und fassungslos diese ob ihrer Situation sein mussten. - Ich glaube, ich habe dann jetzt in Zukunft ein wenig Angst vor Fahrstühlen.
Das Ende habe ich nicht ganz kapiert. Aber im Prinzip ging es darum, dass die Story noch irgendwie einen sinnigen Abschluss finden musste. - Das hat er dann auf jeden Fall ganz gut hin bekommen.
Aber mal ehrlich, so ein Psychiater hat es mal echt nicht leicht. Der muss sich täglich die kranken Fantasien seiner Patienten anhören und muss zusehen, dass er dabei nicht selber komplett leer dreht. - So gesehen, super Story.

Auch wenn das jetzt "nur" eine Kurzgeschichte war, bekommt dieses Machwerk von mir die vollen 5 von 5 möglichen Sternen. Die ganze Story war kurzweilig, ordentlich spladderig und mit einer guten Portion Mystik gewürzt. Ganz ehrlich, solche Alpträume hab ich ja nicht, und dieser Mann saugt sich mal eben solche Stories aus den Fingern. Echt wahnsinn.
Für alle, die ich jetzt irgendwie neugierig gemacht habe, die finden eine Leseprobe auf meiner Website. - Ja, auch wenn das Buch selber jetzt so lang gar nicht ist. Aber egal.
Wir lesen uns!

Wir lesen uns!

(Auszüge des des Textes sind auf meiner Website und auch auf Lovelybooks von"TanteGhost" zu finden.)

Sonntag, 9. Dezember 2018

Wochenzusammenfassung 49. Kalenderwoche 2018

Allgemein:

Das Jahr es eilt seinem Ende entgegen. - So kommt es mir zumindest gerade vor. Es ist doch mal rein gar nichts mehr dran, an so einer Woche. Dabei gebe ich mich dem Weihnachtsstress in keiner Weise hin. Von wegen die doof durch die Läden rennen und nach Geschenken suchen. Is ja nicht. Bei uns gibt es keinen Kommerz. Wir schenken uns nichts. Wir genießen schlicht und ergreifend die Ruhe und die freie Zeit. Eben so, wie Weihnachten sein sollte. Zeit in Familie.

Ein kleines Geschenk für jeden auf der Firmenweihnachtsfeier
Aber so ein wenig Weihnachten merkt man schon, so im Alltag überall. Zum Beispiel geht es in der Firma so langsam aber sicher aufs Jahresende zu. Es gab in dieser Woche eine große Betriebsversammlung, die von den Fakten und Zahlen her recht interessant war. Und am Freitag hatten wir dann, statt der 2. Schicht, am Abend eine Weihnachtsfeier. Und dafür, dass in den letzten Jahren so gar keine Feier war, haben sie sich mal wirklich nicht lumpen lassen. Das fing beim Essen an, wo wirklich nicht null acht fuffzehn auf dem Tisch stand. Es gab Klöße, kleine Röstis, Kroketten, Wildgulasch, Rouladen, Schweinebraten, Fisch, zig Sorten Gemüse, Salat, Creme Brulet (schreibt man das so?), Schokomouse, Vanillemouse und und und
Und als wir dann unser zig tausend Kalorien verfuttert hatten, war noch ein Alleinunterhalter da und wir konnten Tanzen. Getränke gab es alles, außer Schnaps. Das hat vollkommen gereicht. Die Herren hatten sowiso zum größten Teil Bier und die Damen dann eben Cocktails und oder Wein.
Jedenfalls war es ein schöner Abend und die Geschäftsleitung hat sich da wirklich nicht lumpen lassen.

Gestern wollten wir dann mal so über den Weihnachtsmarkt in der Stadt bei uns. Das hätten wir uns allerdings auch sparen können. Sowas habe ich auch noch nicht erlebt, dass ich hungrig und total gefrustet von einem Weihnachtsmarkt runter bin. *kopfschüttel 
Und das kam so: Ich dachte eigentlich, dass man ja auf dem Weihnachtsmarkt Abendbrot essen könnte. Also hin da. Und dann sah der wirklich genau so aus, wie in den letzten Jahren auch. Wir haben also erst einmal geschaut, was wir denn essen wollen würden. Und da muss ich mal sagen, dass ich Bratwurst, Currywurst, Rostbrätel und Pilzpfanne auch das ganze Jahr über haben kann. Und das mal wesentlich günstiger, als da.
Eine kleine Aufmerksamkeit vom Nikolaus :)
Und als ich dann was gefunden hatte, was ich gern hätte essen wollen, dann war da aus. Steht die Tante vor mir, grinst von einem Ohr zum anderen, spricht: "Tut mir leid, das habe ich nicht mehr!" - Alles klar Tante... Warum grinst sie dann so? Was sollte ich da jetzt bitte ändern?
Jedenfalls habe ich für meinen Bruder einen roten Apfel gekauft, weil der versprochen war, und wir sind nach Hause, wo ich dann erst einmal ein Abendbrot gemacht habe.
Und auf diese Luftnummer karren die busseweise die Touris aus wer weiß woher *kopfschüttel
Heute wollen wir nochmal auf die Wartburg hoch und Weihnachtsmarkt kucken. - Aber diesmal sind wir schlauer, denn ich habe ja den Rollbraten zum Mittag schon vorbereitet. Ich bin auf jeden Fall mal nicht drauf angewiesen, dass es dort was zu Essen gibt.

Ui ja, unser Rubbellosadventdkalender ist noch erwähnenswert. Der hat sich nämlich auf jeden Fall schon mal bezahlt gemacht. Wir hatten vier mal einen Gewinn von 50 Cent und 1 mal einen gewinn von 10 Euro. Somit haben wir den Kaufpreis schon mal raus.
Das Geld, was da rum kommt, geht auf jeden Fall noch in die Urlaubskasse. Das geben wir dann in Kuba für Rum und Co aus. *lach

Gelesen:

So eine schlechte Woche, zumindest literarisch gesehen, hatte ich schon lang nicht mehr. Ich habe weder ein Hörbuch fertig, noch ein Buch aus gelesen.
Lesetechnisch hänge ich noch immer an "Finderlohn" von Stephen King. Und das Buch ist irgendwie komisch. Es passiert nicht wirklich was. Das Leben plätschert da mal eben einfach nur vor sich hin. Geht nicht vor und nicht zurück.
Auf die Ohren habe ich von Brandhorst gerade "Omni". - Das ist aber mal so heftig SkyFi, dass es schon wieder komplett abgedreht ist.

Second Life:

Hier habe ich mal eben die Limitierten Pferde innerhalb einer Woche gut verkaufen können. Die haben eh nur Mist gemacht, mir den ältesten Schrott ever gegeben. Also mussten sie weg.
Auch hier merkt man, dass es Weihnachten wird. Der Schmuckverkauf steigt dramatisch an. Da, wo sonst nie auch nur ansatzweise ein Schmuckstück über den Tisch geht, verkaufe ich derzeit täglich mindestens ein Set. - Ich finds klasse.
Unser Braten nachher...
Zuchtmäßig hat mein neues Projekt bisher noch nichts weiter gebracht. Aber da gab es ja bisher auch nur ein Mal Bundles. Man darf also gespannt sein.

Topp der Woche:

Auf jeden Fall die Weihnachtsfeier. Es war toll, es war lecker und gesellig. Ich hab getanzt, gelacht und musste zum Glück bei der Verlosung nicht auf die Bühne. - Suuuuper
Wenn ich dann an die letzten 2 Jahre zurück denke, wo der Chef immer noch gesagt hat, dass die Leiharbeiter NICHT zu erscheinen haben.... - Da hat man sich dann auch im "Team" so richtig wohl gefühlt.

Flop der Woche:

Der Weihnachtsmarkt in Eisenach. - Viel Gewese um nichts. Man kann hin und sich nen Glühwein in den Kopf hauen, das war es dann aber schon. Wenn man den schön und besuchenswert finden will, braucht dann schon mal 10 bis 50 Glühwein. - Der absolute Megarotz!!!

Samstag, 8. Dezember 2018

Interessant


Für die Einen ist das nur ein einzelner Baum im Wald. Ich fand die Nummer auf der ansonsten gesunden Rinde mit dem Efeu interessant. - Heute sagt mir das Bild nicht mehr wirklich was. In Natura war es schöner.

Das Bild entstand am 06.04.2014

Freitag, 7. Dezember 2018

Frühblüher



Im April wurde es dann endlich etwas freundlicher. Die Sonne kam raus, es wurde wärmer und die ersten Blümchen steckten ihre Köpfe aus der Erde.

Bei der gelben Blüte handelt es sich um den Winterling, das Blaue entzieht sich meiner Kenntnis. Leider

Die Bilder entstanden am 06.04.2014

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Ursula Poznanski - "Saeculum"


Urlsula Poznanski
Saeculum
Verlag: Loewe-Verlag
ISBN: 9-783-732-00219-1
Seiten: 395

Der Titel hat mir nichts gesagt. Das Titelbild hat mich dann aber um so neugieriger gemacht. Dieser Schmöker konnte am Ende alles oder nichts bedeuten. Die Tatsache, dass es ein Jugendbuch sein sollte, hat mich eigentlich ziemlich kalt gelassen. Ich war einfach nur neugierig und sollte am Ende auch nicht enttäuscht werden.

Ein weiteres Buch aus dem Jugendbuchbereich. Aber ein sehr gutes Buch. Von Anfang an hat mich ein indirekter seltsamer Unterton bei der Stange gehalten. Dabei fängt doch alles so harmlos an. So ein Mittelalterfest ist doch vollkommen normal. Aber dieses eine Mädchen, mit der Harfe, kam mir von Anfang an nicht wirklich koscher vor.
Was auch seltsam war, war die Tatsache, warum das Mädchen den Protagonisten unbedingt dabei haben möchte. Sollte das wirklich nur seines Medizinstudium sein...
Ansonsten war die Handlung ehrlich. Ich habe die Geschichte geglaubt. Alles war authentisch beschreiben. Die Dialoge wirken so, als würden sie wirklich so geführt werden. Auch das hat wohl dazu beigetragen, dass ich die ganze Zeit einen farbenprächtigen Film vor Augen hatte. Wenn ich die Bilder her nehmen würde, könnte man da sicher auch ein super Kinofilm draus machen.
Die Ereignisse spitzen sich dann im Wald zu. Die Autorin stellt es sehr geschickt an, kleine Begebenheiten mystisch wirken zu lassen. Das alles aber auch in einer sehr glaubhaften Realität. - Die Frau hat es einfach nur drauf. Kann gut sein, dass ich da ein kleines Juwel unter den Autoren gefunden habe.
Die ganze Zeit über, wurde ich quasi von der Spannung förmlich gefesselt. Immer und immer wieder wollte auch ich an das Übernatürliche glauben. Um so mehr hat mich am Ende dann aber das Finale geflasht. Das waren menschliche Abgründe, wie sie abwegiger nicht hätten sein können.
Allen in allem fand ich die Idee super umgesetzt. Alles war so geschrieben, dass ich der Handlung gut folgen konnte. Dabei haben die Erklärungen die Handlung aber nicht ausgebremst. Es ging die ganze Zeit immer schön vorwärts. Ich hatte ein herrliches und farbenprächtiges Kopfkino vor meinem geistigen Auge. - Kurz gesagt: Das war ein rundherum gutes und mitreisendes Leseerlebnis!

Ohne Wenn und Aber gibt es hier die vollen 5 von 5 möglichen Sternen. Das war einfach nur eine super Idee, die dann aber auch super umgesetzt war. Ich war gefesselt und am Ende dann auch total geflasht. Es war eben alles da, was es für ein gutes Buch braucht.
Für alle, die ich mit meiner Begeisterung angesteckt habe, gibt es auf meiner Website auch wieder eine Leseprobe. Macht euch ein Bild. Ich jedenfalls, war einfach nur mega begeistert.

Wir lesen uns!

(Auszüge des des Textes sind auf meiner Website und auch auf Lovelybooksvon"TanteGhost" zu finden.)