Montag, 21. August 2017

Natürlich


Als wir noch kein Geld für große Urlaubsreisen hatten, haben wir uns in der Umgebung umgeschaut. So kamen wir darauf, dass wir den botanischen Garten in Jena besuchten. - War jetzt nicht der größte, aber auf jeden Fall sehenswert!
Da sind man mal den natürlichen Lauf der Dinge. Eine Blüte kommt, eine Blüte geht und zwischendrin durchläfut sie verschiedene Stadien der Entwicklung. Vom Auflbühen bis zum Verwelken. Wofür der Mensch mal eben bis zu 90 Jahr und länger braucht, das schafft sie in einem Sommer... also im Prinzip...

Das Bild entstand am 28.08.2012

Sonntag, 20. August 2017

Wochenzusammenfassung 33. Kalenderwoche 2017

Allgemein:

Ich wag jetzt mal von mir zu behaupten, dass ich eigentlich recht anpassungsfähig bin. Zumindest was das Wetter angeht. Wo ich lese, ist mir so ziemlich egal. Couch, Picknickdecke, Liegestuhl oder unterm Sonnendach.... Hauptsache, ich kann überhaupt lesen. - Aber was in diesem August wettermäßig so ab gebt, regt mich einfach nur noch auf. Da war schon das komplette Wochenende verregnet, dann gerade mal anderthalb Tage Sonne und schon haben wir wieder monsunartige Regenfälle. Die münden dann wieder in schwülwarmes Wetter und pünktlich Freitag Abend setzt der Regen wieder ein. Die Luft ist kalt und ungemütlich und das Wetter so wirklich zu nichts geeignet.
So langsam warte ich darauf, dass wieder irgendwo eine Stadt absäuft, Feuerwehr und ThW aushelfen müssen und um Spenden für die Menschen gebeten wird. *kopfschüttel - Können Leiharbeiter dahin auch ausgeliehen werden? So als karitative Spende der Leihbuden.... Das wäre dann doch mal ein wirklich sinnvoller Einsatz.

Ansonsten hatte ich mir in dieser Woche viel vorgenommen, aber nichts geschafft. Ich wollte Berge an Wäsche waschen. Was am Ende aber gerade mal eine Maschine voll war. Das erwartet mich dann also alles in der kommenden Woche. Schließlich muss ich ja auch die Koffer mit irgendwelchen Lumpen voll bekommen. Da wäre es dann schon ganz praktisch, wenn sie gewaschen und sauber wären. *lach*
Ich leide derzeit irgendwie am "Vor dem Urlaub"-Blues. Und dass, obwohl ich ja zwischendrin die 9 Wochen Pause hatte und so abgespannt gar nicht sein dürfte. Aber ich denke mal, da spielt auch dieses ganze Hickhack und Hin und Her mit dem Einsatz eine gewisse Rolle mit. Sowas macht mich persönlich immer vollkommen fertig. Glaubt mir nur keiner, dass auch zu Hause sitzen und nicht weg können, Stress sein kann.

Gelesen:

Ich habe "Durch die Erde ein Riss" von Erich Loest beendet. - Mit dem Schreibstil bin ich bis zum Ende nicht wirklich warm geworden. Der schreibt das komplette Buch hindurch von sich in der dritten Person....
Warum schreibe ich denn dann eine Bio, wenn ich es nicht in der ich-Form aussprechen kann? Sinn hat das für mich nicht gemacht. Und qualitativ hochwertiger ist das Buch so auch nicht geworden. Muss ich nicht verstehen. Das nächste Buch "Vermächtnis - Die Kohl-Protokolle" war da schon ein ganz ein anderes Kaliber. Von Anfang an gefesselt und nicht selten ungläubig den Kopf geschüttelt. Das Buch hat wirklich versucht, mein Bild von diesem Mann in ei anderes zu wandeln. - Hat es aber bis zum Ende nicht geschafft.
Gestern habe ich "Bronsteins Kinder" von Jureck  Becker angefangen. Erst einmal ist das Buch ganz anders, als ich gedacht habe. Deswegen aber nicht weniger interessant. Es spricht ja für sich, dass ich es bereits zur Hälfte durch habe...

Arbeit:

Ein Chaos in der Bude.... - Aber da scheinen wir so gut wie durch zu sein. Nun läuft es wohl relativ normal weiter. 
Für mich allerdings nur noch eine Woche. Denn ich habe noch eine Woche, dann habe ich Urlaub. Und ich gehe von dem Verdacht nicht ab, dass ich nach meinem Urlaub nicht wieder bestellt werde. Das kann doch nicht normal sein, dass die Tante ausm Büro sich plötzlich nach mir erkundigt, mit mir rumfrotzelt und und über meine Witze lacht. Die ist einfach nur eine perfekte Schauspielerin vor dem Herrn.

Second Life:

Es läuft.... Doch, ich kann nicht klagen. Die gestrige Auktion ging für mich schief, aber dafür habe ich über den regulären Verkauf ganz gut was eingenommen. - Bei den Ponies zumindest.
Die Pferde werden von Tag zu Tag weniger. Da habe ich beschlossen, die Dinger nicht über den Urlaub zu ziehen. Das lohnt sich nicht.
Und der Fawn-Markt scheint mal wirklich komplett am Boden zu sein. Obwohl wir Werbung für unser riesiges  Verkaufsareal machen, kommt da nicht eine Menschenseele hin. Nur gut, dass mich die Teile nichts kosten. Die brauchen kein Futter und ich kann die einfach nur Just for Fun machen.

Topp der Woche:

Der gestrige und der heutige Schlunzentag. Ruhe und Ruhe und Ruhe.... was will der Mensch mehr, wenn er schon beruflich auf dem letzten Loch pfeift.

Flop der Woche:

Meine Abgeschlagenheit... das führt sogar so weit, dass ich am Donnerstag schon voll auf Sonnabend geeicht war. - Noch eine Woche, dann ist Urlaub. Und danach geht hoffentlich ein komplett neues Leben los....

Samstag, 19. August 2017

Paul Glaser - „Die Tänzerin von Auschwitz“

ISBN: 9-783-746-63248-3

Auschwitz und eine Tänzerin. - Schon der Titel war ein einziger Widerspruch. Aber man hatte ja schon öfter mal gehört, dass talentierte Menschen bessere Posten bekamen und deswegen überlebten. Warum dann nicht auch eine Tänzerin?
Ich war gespannt auf die Lektüre und stürzte mich vor Elan dran.

Die Frau ist in der war einfach nur stark! - Sie erzählt in ihrem Buch ihre Geschichte, wie sie es erlebt hat, als Juden noch normal leben konnten, wie der Antisemitismus und die Verfolgung begann, und wie sie sich lange Zeit widersetzte. Auch die Menschen in ihrer Umgebung machten eine schleichende und doch merkliche Veränderung durch.
Gnadenlos erzählt sie von dem Versteckspiel, dem Kampf ums Überleben und den Kampf um ein klein wenig Recht.
Zu schade, dass ihre restliche Familie am Ende mit ihr gebrochen hat und es am Ende ein Neffe ist, der sich ihr wieder anzunähern versucht und dabei auch wieder auf Schweigen stößt.

Von Anfang an war da eine gewisse Spannung da. Die Geschichte hat sich von Anfang an einfach weiter entwickelt. Das drohende Unheil war förmlich mit den Händen zu greifen. Sowohl bei der aktuellen Geschichte, als auch bei der Geschichte der Tante. Dabei hat man bei beiden Handlungssträngen eine Entwicklung mit gemacht. Von dem kleinen naiven Menschlein, hin zu dem, was sie eben geworden sind, nachdem sie die Erkenntnisse hatten, die sie dann eben hatten. - Das allein hat mich an das Buch gefesselt.
Die Kapitelaufteilung war ziemlich vorteilhaft. Zwar hat die Tante Rosje mehr zu erzählen gehabt, als der Neffe, der die Geschichte quasi aufgedeckt hat, aber trotzdem waren beide Handlungsstränge sehr interessant. Die Kapitelaufteilung war in sofern gut gemacht, dass immer ein "Sachverhalt" abgearbeitet wurde und es dann zum nächsten über ging. So war das bei Rosje zum Beispiel die Ehemänner und Partner, berufliche Stationen, die sie gerade so durchlief oder eben die verschiedenen Lager und Transporte auf denen sie war.
Alles war in einem realistischen, ja fast neutralen Tonfall erzählt. Da wurde nichts dramatisiert, kein Hass geschürt oder sonstwie hoch gebauscht. Das war einfach alles ehrlich so beschrieben, wie es Rosje eben gesehen hat. Also konnte es durchaus sein, dass ein Aufseher direkt auch mal ein guter Mensch wurde, wenn gerade kein Vorgesetzter in der Nähe war. Und genau das hat mich so fasziniert. Die Ehrlichkeit, die trotz allem gefesselt hat, obwohl sie eben nicht hochdramatisch ausgeschmückt war. Das war gar nicht nötig!
Dann war auch alles so beschrieben, dass noch genügend Platz für meine eigene Fantasie geblieben ist. Ich hatte ein Kopfkino vor Augen, dass so schnell nicht getoppt werden wird, denn so einen Film hat man einfach nicht alle Tage. Einzig fasziniert hat mich die Tatsache, dass ich Rosje nie als abgemagerte Gestalt gesehen habe. Für mich war sie die ganze Zeit über die lebenslustige Frau, die sie eben auch am Anfang des Buches war.
Alles in allem ein sehr gelungenes Buch. Ein Zeugnis deutscher Geschichte, wie es ehrlicher nicht hätte sein können. Ohne groß aufgebauscht zu werden kann auch dieser Teil der Geschichte sehr aufschlussreich sein.
Ich habe es äußerst gern gelesen und habe es auch recht schnell durch gehabt. Entgegen meiner Gewohnheiten habe ich auch den Anhang gelesen, was ich sonst selten bis gar nicht mache. So hat der Leser noch erfahren, was aus den verschiedenen Personen geworden ist und was mit ihnen nach Abschluss der Geschichte geschehen ist. Ein zwar sachlicher, aber auch nicht weniger interessanter Teil des Buches, da man wirklich auch mal erfahren hat, wie in Einzelfällen zum einen mit Opfern, zum anderen aber auch mit Tätern umgegangen worden ist.
Dann gab es noch einen Teil mit Fotos. Eben jenen Fotos, die Rosje auf ihre Art innerhalb der Handlung gerettet hat. - Nicht alle, das hätte wohl zu weit geführt, aber doch ein ganzer Teil davon, der mir Rosje noch einmal gezeigt hat, wie sie wirklich war. Und ich musste festtellen, dass ich gar kein so falsches Bild von ihr hatte.

Das Buch bekommt auf jeden Fall von mir die vollen 5 von 5 möglichen Sternen. Es hat gefesselt, es war nicht aufgebauscht, aber ehrlich und es war so geschrieben, dass jeder etwas mit dem Text anfangen konnte. Auch ohne höhere Bildung. Eben genau Sachen, die für mich ein gutes Buch mit ausmachen.
Für alle Interessierten gibt es wieder eine Leseprobe auf meiner Website.

Wir lesen uns!

(Auszüge des Textes sind auf meiner Website und auch auf Lovelybooks von "TanteGhost" zu finden.)

Freitag, 18. August 2017

Freitagfüller #435

vom .18.08.2017



  1. Nach welchen Kriterien suche ich mir eigentlich meinen Urlaub aus? - Hm, es muss einfach toll klingen, mich anmachen. Da kann es gut sein, dass ich dieses Jahr Italien noch mistig finde, und im nächsten Jahr dann unbedingt da hin will.
  2. Als ich mich das letzte Mal mit einem Schichtleiter so richtig angelegt habe, meinte sie, ich können gehen und ich habe meine Sachen zusammen gepackt und bin gegangen.
  3. In meinem Bett finde ich es noch immer am gemütlichsten.
  4. Mein letzter Bibliotheksbesuch hat sich wieder mal richtig gelohnt.
  5. Anstatt sich auf das Schöne, Positive zu konzentrieren wird man immer wieder auf die Scheiße gestoßen, förmlich rein geschuppt.
  6. Ich würde gern mal wieder in einem richtigen Restaurant essen gehen.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Bett und die dem entpsrechende Ruhe, morgen habe ich geplant, Wäsche zu machen und schon einmal etwas in den Koffer zu legen und Sonntag möchte ich mal sehen, was für Wetter ist und was man damit anfangen kann!


Zum Originalartikel geht es HIER lang!

Donnerstag, 17. August 2017

Satt



Als wir noch kein Geld für große Urlaubsreisen hatten, haben wir uns in der Umgebung umgeschaut. So kamen wir darauf, dass wir den botanischen Garten in Jena besuchten. - War jetzt nicht der größte, aber auf jeden Fall sehenswert!
Sind das satte Blüten oder sind das satte Blüten? Ich finde es ja einfach nur der Wahnsinn, und wie die geleuchtet haben... ein Traum!!!

Die Bilder entstanden am 28.08.2012