Donnerstag, 30. März 2017

Mechthild Borrman - "Trümmerkind"

ISBN: 9-783-426-43572-4

Das Cover zeigt ein Ausschnitt aus irgendeiner zerbombten Stadt im Nachkriegsdeutschland. Es ist bearbeitet, das sieht man ganz deutlich. Aufgehellt ist es auf jeden Fall.
Mitten in den Trümmern sieht man am linken unteren Bildband ein Kind. - Die gab es ja nun damals, da war nichts dran zu rütteln. Und sie hatten es wirklich nicht leicht.
Genau dieses Kind, denke ich, ist Hanno. Einer der Protagonisten in dieser Geschichte. Eine Geschichte, die abgedreht erscheint, aber am Ende gar nicht so abwegig ist...

Hanno und Wibke haben, gemeinsam mit ihrer Mutter den Krieg überstanden. Zurück in Hamburg versuchen sie gemeinsam, sich wieder ein neues Leben aufzubauen.
Hanno und Wibke sind regelmäßig in den Trümmern unterwegs, um Brennholz oder Ware für den Schwarzmarkt zu suchen. Dabei finden Sie eines Tages einen kleinen Jungen. Er ist halb erfroren und spricht nicht. Diesen kleinen Jungen behalten sie bei sich, nennen ihn Joost und integrieren ihn in ihre Familie.
Dieser kleine Junge hat allerdings eine Vergangenheit, die alles andere als leicht war und erst ans Licht kommt, als in den Jahren 1992/93 Gut Anquist renoviert werden soll und er als Architekt beteiligt ist.
Eine Mutter, die ihre Tochter über ihre Vergangenheit jahrelang angelogen hat, kann helfen, das große Geheimnis lüften. Und das hat es in sich!

Dieses Buch war eine Falle. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich es eigentlich nur anfangen wollte, und es am Ende dann doch komplett auf einen Sitz durchgelesen habe. - Ok, es war jetzt nicht besonders dick, aber trotzdem ist es wirklich nicht so oft, dass ich sowas mal schaffe.
Die Handlung ist mehr so beschrieben, als wenn ein Beobachter alles erzählt. Aber genau das lässt auch alles recht schnell voran kommen. Wörtliche Rede kommt zwar vor, aber man muss sich nicht durch seitenlange Dialoge quälen. Vielmehr hat es einen kurzen und knackigen Dialog und die Handlung geht auch schon weiter. - Das lässt einen am Ball bleiben.
Mir persönlich ging es so, dass von Anfang an ein gewisses Interesse da war, ich aber mit den drei Handlungssträngen erst einmal nichts anfangen konnte. Dieser Zusammenhang ergibt sich dann erst so nach und nach im Laufe der Handlungen. Und der dritte Strang fügt sich sogar erst ziemlich zum Schluss mit ein. - Vom Ende jedenfalls war ich komplett geflasht. Das habe ich so nicht erwartet, aber ab einem gewissen Zeitpunkt kommen sehen. Der allerdings war jetzt nicht so wirklich weit entfernt von der wirklichen Auflösung des Falles.
Alles war leicht verständlich beschrieben. Gerade die Orte der Handlung sind zwar gut und recht ausführlich beschrieben worden, aber das hat sich super in die Handlung eingefügt und wirkte weder stoppend noch störend. Vielmehr war es so, dass sich einige Handlungen dann haben nachvollziehen lassen und sich vieles auch von allein erklärt hat. Warum die Protagonisten jetzt das eine so und das andere so gemacht haben.
Die komplette Handlung hindurch hatte ich ein Kopfkino, dass sich gewaschen hat. Zwar waren die Bilder von den zerbombten Städten die, welche man in den Dokus immer sieht, aber die Personen in den Trümmern hatten ihr eigenes Aussehen. Die "Figuren" hatten für mich eine Seele. Ich habe mit ihnen gelacht und geweint, gehofft und gelitten.
Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich nun der absolute Fan von Frau Borrmann bin. Dazu kenne ich sie selber und andere ihrer Bücher noch zu wenig, aber das Buch hier, ist auf jeden Fall mal richtig gelungen und hat für mich durchaus den Titel "Bestseller" verdient. - Das Thema sollte uns alle angehen, hier ist es einmal fair und ehrlich verarbeitet und glaubhaft dargestellt.

Das Buch bekommt von mir auf jeden Fall die volle Punktzahl. Also 5 von 5 möglichen Sternen. Es geht nicht anders. Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.
Das Genre "Krimi" ist jetzt hier nicht so wirklich gegenwärtig. Klar, es dreht sich im Endeffekt um Morde in den Trümmern, aber die für Krimis üblichen Ermittlungen fehlen. Statt dessen steht das Schicksal des kleinen "Joost" im Mittelpunkt. - Ich bin überzeugt, dass Joost seine wirklichen Spuren da aufgedeckt hat. Nur die Beweise fehlen!
Für alle Interessenten, ihr findet auf meiner Homepage wieder eine Lesprobe, um euch selber ein Bild zu machen. Wie immer eben.

Wir lesen uns!

(Auszüge des Textes sind auf meiner Website und auch auf Lovelybooks von "TanteGhost" zu finden.)

Mittwoch, 29. März 2017

Detailaufnahmen




Rundgang auf der Burgruine Brandenburg am 26.02.2012
Wie hoch die Mauern wirken. Schon ein Wahnsinn, was die Menschen seinerzeit technisch gesehen schon alles drauf hatten. Ich kann mir vorstellen, dass es auch aufgrund der Lage, nicht imemer ganz einfach gewesen sein muss, allein das Baumaterial an Ort und Stelle zu bekommen.

(Die Bilder entstanden am 26.02.2012)

Dienstag, 28. März 2017

Imposant...


Rundgang auf der Burgruine Brandenburg am 26.02.2012
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Burg zu ihrer Zeit so richtig imposant gewesen sein muss. Ich meine, sie wurde als Steinbruch genutzt. Da muss vieles fehlen, was damals noch da war.

(Das Bild entstand am 26.02.2012)

Montag, 27. März 2017

Kathy Reichs - "Totengeld"

ISBN: 9-783-453-43794-4

Das gesamte Cover besteht aus einer Art eingefärbtem Röntgenbild. Es leuchtet irgendwie rötlich. Fast so, als wollte der Graphiker noch so etwas wie Blut andeuten. - Bei dem Thema, um das es bei Tempe Brennan geht, ja auch nicht ganz so abwegig. Diese Romane sind ja schon immer schön spladderig und oftmals so spannungsgeladen, dass man sie problemlos auch am Stück lesen könnte.

Ein totes Mädchen am Straßenrand. Bones wird dazu gerufen und soll nun herausfinden, woran das Mädchen gestorben ist. - Ihr Kollege ist das Vorurteil in Person und meint gleich erst einmal, dass es sich sowieso um eine Nutte handelt und man diesen "Mädchen" keine Beachtung weiter schenken muss.
Doch Bones vermutet von Anfang an mehr dahinter. Es kommt ihr spanisch vor, dass keiner dieses Mädchen kennt oder je gesehen hat. Illegaler Einwanderer hin oder her, Bones ist entschlossen, auch diesen Fall zu lösen.
Doch sie kommt nicht weiter. Ihr sind die Hände gebunden und es kommt kein weiterer Hinweis auf die Tat rein. - Also fliegt Bones für einen kleinen "Zwischenauftrag" nach Afghanistan, wo zwei Männer exhumiert werden sollen. Die Schuld oder Unschuld eines dort stationierten Soldaten soll geklärt werden. - Dass sie genau mit diesem Fall aber auch Schwung in den Fall in Amerika bringt, hätte sie nicht gedacht.
Wieder zu Hause angekommen, überschlagen sich die Ereignisse. Eine Zunge liegt auf ihrer Türschwelle, sie bekommt Drohmails, dass auch sie bald sterben wird und ausgerechnet ein Foto, dessen Herkunft sie nicht kennt, was sie aber in ihrem Gepäck gefunden hat, soll dann Licht in die Sache bringen.

Gleich zu Beginn geht es erst einmal schön mit Karacho in die Handlung rein. Tempe muss jemanden erschießen, um ihr Leben und das des Opfers zu retten. Und das nur, weil sie mal wieder total schusselig ist. - Keine Ahnung, wie diese Frau in ihrem Beruf so genau, fast pedantisch sein kann und auf der anderen Seite immer wieder so rumschusselt. Im wahren Leben würde dich die eine Tatsache sich mit der anderen beißen. Nur nicht in diesen Büchern. Da kommt gleich erst einmal eine hochinteressante Protagonistin bei raus.
Nachdem es dann erst einmal gut voran ging, flacht die Handlung auch wieder ab. Tempe tritt auf der Stelle und kommt nicht vorwärts. Ich habe erleichtert aufgeatmet, als ein zweiter Handlungsstrang wieder etwas Pep in die Sache bringen sollte. Aber auch da reiht sich eine langweilige Beschreibung an die nächste. Die Reise, die die Protagonistin machen muss, ist einfach zu ausführlich beschrieben. Mich, als Leser, interessiert es so gar nicht, an welcher Position man am besten in einem Truppentransportflugzeug hockt, oder eben nicht...
Gefühlsduseleien durften natürlich auch nicht fehlen. Das ist eine Tatsache, die wohl jedes spannende Buch stören muss. Scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein. Nur dreht es sich in diesem Fall um ihre Tochter, die sich zu den Truppen gemeldet hat und in Afghanistan stationiert ist. Und was für ein Zufall, Tempe kommt ins selbe Camp wie sie.... - total durchschaubar!!! Als sie dann aber wieder zu Hause angekommen ist, kommt endlich Licht ins Dunkel. Der Fahrerfluchtfall geht voran und es tauchen Verdächtige auf, mit denen ich nun wirklich nicht gerechnet habe. Und wie die Autorin die Protagonistin mal wieder auf die Lösung hat kommen lassen... alle Achtung!!!
Alles in Allem war es ein recht unterhaltendes Buch. Nicht das Beste der Reihe, aber doch so interessant, dass ich am Ball bleiben konnte.
Über die wirklich exorbitant langen Bezeichnungen von irgendwelchen Instituten oder Einrichtungen bin ich des Öfteren gestolpert. Aber das habe ich dann lösen können, dass ich einfach darüber hinweg gelesen habe. Das war jetzt für die Handlung nicht so wichtig, dass es mich raus geschmissen hätte...
Ansonsten hatte ich zumindest teilweise einen Film in meinem geistigen Kino. Die Bilder waren dann rasant und Farbenfroh. - Der hat allerdings gestoppt, als es dann so zäh und ereignislos wurde.
Was Lesepausen angeht, kann ich mich auch nicht beklagen. Los gekommen bin ich stellenweise super leicht und stellenweise echt schwer. Das hing von der Stelle ab, an der ich mich gerade befand. Und in die Handlung rein bin ich dann auch super easy gekommen. Egal an welcher Stelle! Zwei Sätze gelesen und alles war wieder da.

Das Buch bekommt von mir eine Bewertung von 4 von 5 Sternen. Es gibt diesen Abzug, weil es zwischendrin wirklich zu lang zu uninteressant war. Es hat mich sogar dazu verleitet, dass ich mal eben ein anderes Buch dazwischen geschoben habe. Eine Tatsache, die für mich mehr als untypisch ist. Ich bleibe eigentlich immer an einem Buch dran, wenn ich eins angefangen habe... - Hier nicht!
Für alle Interessenten gibt es wieder eine Leseprobe auf meiner Website. So könnt ihr euch selber ein Bild machen.
Ich wechsel jetzt mal ein wenig das literarische Thema und halte euch mit der nächsten Rezi auf dem Laufenden.

Wir lesen uns!

(Auszüge des Textes sind auf meiner Website und auch auf Lovelybooks von "TanteGhost" zu finden.)

Sonntag, 26. März 2017

Wochenzusammenfassung 12. Kalenderwoche 2017

Allgemein: 

Gesundheitlich habe ich ja mal wirklich Probleme, glaub ich. - In der Nacht vom Montag zu Dienstag hatte ich den totalen Horror. Da liegt man nichts ahnend im Bett, weil man mitten in der Nacht noch einmal auf die Toilette muss, und dann wird man ohnmächtig. Im Bett liegend!!! - Muss mein Kreislauf am Boden sein. Der Doc jedenfalls, bei dem ich am Donnerstag sowieso einen Termin hatte, hat mir auf jeden Fall erst einmal Eisentabletten aufgeschrieben. Er vermutet, dass ich durch meine Huddeleien zu viel Eisen verloren habe und deswegen immer wieder die Probleme hab.
Außerdem werde ich auf dem OP-Tisch landen. Am 6. April ist schon die Vorbesprechung. Das heißt, ich werde noch einmal untersucht, Blut wird mir genommen und ein Termin wird fest gesetzt. - Wenn ich da mitreden kann, würde ich es gern direkt in der Woche nach Ostern über die Bühne bringen wollen. Dann kann ich Ostern noch mal schön das Fahrrad quälen und dann an mir schnippeln lassen.

Der Kommissar Kalte Schnauze druckst zur Zeit auch wieder so seltsam rum. Frisst wenig, liegt nur noch rum und irgendwie habe ich das Gefühl, dass auch sein Gehör wieder was schlechter geworden ist. - Oh man, diese Phasen gehen einem schon ganz schön an die Nieren. Sicher weiß man, dass das Tier alt ist und dass es im Prinzip jeden Tag sterben kann, aber man hängt doch daran. Er ist schließlich so etwas wie ein Kinderersatz für mich.... (so sagt man es mir jedenfalls regelmäßig)

Die Zeitumstellung hätten wir dann also auch geschafft. - Klar kann man am ersten Morgen noch nicht viel sagen, aber allein mal betrachtet, dass ich im Endeffekt ganz automatisch ne Stunde eher wach geworden bin, lässt mich doch hoffen.

Jetzt jedenfalls habe ich erst einmal eine Woche Urlaub. Wir haben eine kleine Reise geplant und ich bin mal gespannt, was das wieder wird. Ich persönlich finde es ja ganz schön hart, was sich der Muggel an diesem Tag so vorgenommen hat, aber er wollte es so. Schaun wir mal.

Gelesen:

Ein paar Seiten aus "Eisfieber" von Ken Follett.
Ich habe das Buch zwar voller Elan begonnen, der hat dann allerdings auch ratz fatz wieder nach gelassen. Irgendwie habe ich mal wieder ein Phase, wo Lesen nicht so toll ist...

Arbeit:

Irgendwie ist immer was Neues... nun hatten wir von allem genug da, außer Mitarbeiter.... lach
Ich würde mal sagen, die Chefin wird sich über meine Nachricht wohl mächtig freuen, zumal es sich mit Sicherheit bis in die Urlaubszeit rein ziehen wird.

Second Life:

Ich habe einen Viererfawn bekommen!!!!! - Also ein Reh, mit vier Traits!!! Und zwar besondere Ohren, nen besonderen Schwanz, Limited Edition Augen und Geweih.... - so geil. Das kommt auf jeden Fall weiter in die Zucht, damit es davon noch viele viele mehr werden!!!

Topp der Woche:

Die freie Zeit in meinem beginnenden Urlaub, die Sonne zum Wochenende und die allgemein gehobene Laune deswegen :-)

Flop der Woche:

Die Reaktion meiner Mutter, wegen einer Entscheidung von mir... na ja... ich bin halt übrig.